Inhalt

faszination2012

Finsternisreihen des Dresdener Codex

3. Auswertung und Konsequenz für das Nulldatum

 

Kleine Sonnenfinsternissymbole bedeuten, dass eine Finsternis stattfand, die aber im Mayaland nicht sichtbar war. Große Symbole zeigen für die Maya sichtbare Finsternisse an. Bei der Beschaffung der Finsternisse z.B. von der NASA muss man aufpassen, ob das julianische oder gregorianische Datum verwendet wurde. Wir arbeiten hier mit gregorianischen Daten. Die Tabelle der vorigen Seite ist repräsentativ für alle 69 Daten.

"Aber es sind ja so viele Zeilen ohne Finsternis! Eigentlich trifft nicht mal die Hälfte der Veraussagen zu!

Gut, dass du das sagst. So argumentieren die Skeptiker. [...] Ich vermute, dass unsere Maya doch nicht so perfekt prognostiziert haben. Man sieht, die Maya sind mit ihrer Vorhersage manchmal "aus dem Rhythmus" gekommen.

Was meinst du mit Rhythmus?

Es ist nicht ganz einfach, diese Zahlenreihen mit 177, 178 und 148 völlig richtig zu prognostizieren. Zumal das ja eigentlich Dezimalzahlen mit Nachkommastellen sind. Manchmal schafft es der Mond sogar schon nach einem Monat gerade nochmal, seinen Schatten auf die Erde fallen zu lassen.

Klar, da kann es passieren, dass sie plötzlich völlig daneben liegen, einen ganzen Monat zum Beispiel.

Genau. Aber längerfristig pegeln sie sich durch "Gegenfehler" wieder ein, ... "

aus "Don Eric und die Maya"

Zwei Sachverhalte sind also besonders bemerkenswert:

1. Aufgrund von "Rhythmusfehlern" liegen die Prognosen häufig (einen Monat) daneben. Ich vermute mal folgendes: Es gab einen Zeitraum, in dem die Maya ihre Beobachtungen "protokollierten". Von dieser Finsternisserie ausgehend, stellten sie ihre Prognosen auf, d.h. die Distanzzahlen der Prognosereihe müssten einer ehemaligen Beobachtungsreihe entstammen.

2. Jene Finsternisse, welche richtig prognostiziert wurden, verteilen sich auf zwei benachbarte Tage. Durch weitere Überlegungen werden deshalb die Daten 13.8.3114 v.Chr. und 14.8.3114 v.Chr. als Nulldatum für den LongCount bestätigt. Letztlich bleibt sogar nur der 13.8. übrig, wenn man einen Datumswechsel zur Mittagszeit annimmt.

Genauere Ausführungen dazu gibt es in "Don Eric und die Maya" bzw. in "Faszination 2012 - Das Buch zum Mayakalender". In letztgenanntem Buch ist eine sehr ausführliche und zielführende Erörterung des Korrelationsproblems enthalten.

  Quellen       Umrechnung 1      Umrechnung 2       Tabelle        Anhang 1        Anhang 2