Verblüffende Genauigkeit
Ich beginne mit einem Zitat von Anton Stock von der Seite: http://www.baktun.de:
" ...die Autoren, welche die Fähigkeiten und Leistungen der Maya-Astronomen in überhöhtes und übertriebenes Niveau setzen wollen. Aus der Fülle von derartigen Argumenten sollen zwei Beispiele aufgezeigt werden, die seit Jahrzehnten immer wieder angeführt und abgeschrieben werden:
- Der Maya-Kalender sei genauer als der Gregorianische Kalender, da der Maya- Kalender das Jahr mit 365,2420 Tagen angibt und unser Gregorianischer Kalender eine Länge von 365,2425 Tagen hat. Das tropische Jahr hat eine Länge von 365,2422 Tagen, das heißt, die Differenz zum Maya-Kalender ist kleiner als die Differenz zum Gregorianischen Kalender.
- Auch zum Umlauf der Venus werden den Maya-Astronomen Kenntnisse unterstellt, die gleichfalls einem verklärenden Wunschdenken entspringen. Da wird behauptet, dass der synodische Venusumlauf den Maya bis auf 1 Stunde pro Jahr bekannt war. Ein anderes Beispiel spricht von einer Genauigkeit des Venusumlaufes von 1 Tag in 6000 Jahren.
Bei derartigen Feststellungen wird immer darauf verzichtet, wer diese Behauptungen aufgestellt hat und wo sie in der Literatur zu finden sind."
Heute ist mal nicht immer. Wer, das sind heute mal wir. Und wo, das ist heute mal hier. Sehen wir den Mayasternenguckern mal auf die Finger:
| auszuführende Tätigkeit | Konnten das die Maya? | |
| einen guten Kalender führen, wo kein Tag verloren geht | Das konnten sie schließlich perfekt. | |
| die beobachteten Zyklen dokumentieren | Das konnten sie auch (siehe z. B. Dresdener Codex). | |
| sehr lange beobachteten | Derartige Aufzeichnungen lassen sich bis ca. 200 n. Chr. zurück verfolgen. | |
| die Anzahl aller Tage der gesamten Beobachtungszeit (aus unserer Sicht durchaus Jahrhunderte) durch die Anzahl des zyklischen Ereignisses dividieren | Nein, Anton Stock hat im Prinzip recht. Das konnten sie tatsächlich nicht. Aber sie waren z.B. in der Lage auszusagen: 405 Vollmonde dauern 11960 Tage. Das sind für uns (durchschnittlich) 29,530864 Tage für einen Monat! |
Fazit: Im wahrsten Sinne des Wortes gilt: Die Mayas waren dicht dran!
Noch einige Bemerkungen:
- Man müsste noch eine Fehlerbetrachtung durchführen. Diese beschränkt aber nur die Nachkommastellen etwas.
- Man kann von durchgängigen Beobachtungszeiten bis knapp 180 Jahre ausgehen.
- Es war kein Problem, wenn die Sicht zur Beobachtung mal nicht so gut war. Man weiß ja, wenn man dadurch z.B. einen Vollmond verpasst.
So steht's in "Don Eric und die Maya" geschrieben.


