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faszination2012

Geschichte der Dresdener Mayahandschrift

Hier wird die ältere bekannte Geschichte bis zur Förstemann-Zeit aufgeführt:

Jahr
Ereignis
1519/20 vermutlich fand Hernán Cortés diese Abschrift eines Dokumentes aus der Gegend Chichén Itzá/Ekbalam (siehe Bemerkung) auf Cozumel vor
1739 D. Johann Christian Götze reiste nach Wien und Rom um nach "vorzüglichen Akquisitionen" zu suchen und bekam die Schrift vermutlich geschenkt, da er keinen Preis aufführt
1740 erste urkundliche Erwähnung, Aufbewahrung im Zwinger
1756 - 1763 Versteck unter dem alten Opernhaus während der Belagerung und Beschießung Dresdens
danach Aufbewahrung im Zwinger
1786 Codex gelangte in die neue Bibliothek im "Japanischen Palais"
1811 Archäologe Hofrat Carl August Böttinger schrieb als einer der Ersten in seinem Buch "Idee der Archäologie der Malerei" über den Codex
1813 Erwähnung in Humboldts "Vues des Cordilleres", erste Veröffentlichung des Codex in Humboldts "Voyage aux regions equinoctiales du nouveau continent"
1825 der Italiener Augostino Anglio fertigte im Auftrag von Lord E.K. Kingsborough erstmal sehr farbstarke Durchzeichnungen des Codex an, diese Nachzeichnung erschien im 3. Band der "Antiquities of Mexico"
1834 Constantin Carl Falkenstein tritt an die Stelle des verstorbenen Oberbibliothekar Friedrich Adolf Ebert und veranlasste, dass der Maya-Codex unter Glas gesetzt wird, wobei die Codex-Seiten willkürlich zusammengelegt wurden
1853 Franzose " Charles Etienne Brasseur de Bourboung" identifizierte den Dresdener Codex (wie auch den Pariser Codex) als Maya-Handschrift
1865 auf Grund des von Brasseur geschriebenen Buchs "Relacion de Landas"(1864) beschäftigte sich der Amerikaner Bollaert mit dem Codex, er forderte sogar Fotografien, um Zuverlässigkeit zu prüfen
1870 erster Aufsatz von Bollaert über die erhaltenen Maya-Codexe
1875 erste Faksimilierung des Codex, Chromolichtdruck, große Verfielfältigungsmöglichkeit
1884 Ernst Wilhelm Förstemann und Paul Schellhas arbeiteten an der "Übersetzung" und "Entzifferung" der Maya-Handschrift
1886 erste gemeinsame Veröffentlichung ihrer Ergebnisse

 

Bemerkung: Die letzte Information, die ich bezüglich der Herkunft des Codex aus Mexiko erhielt, lautet : "Yo no creo que el códice sea de Chichen Itza, como muchos dicen, sino de Mayapan. El estilo de los glifos de Mayapan y del códice de Dresden son muy similiares, y los de Chichen son muy diferentes!" Die Glyphen weisen also auf Mayapan hin.

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