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"Faszination 2012" - Droht der Weltuntergang?

Und wie sieht das nun bei den Maya aus?

 

Der Mayakalender wurde von den Azteken weitgehend übernommen und die Zahl 4 spielt bereits in der Schöpfungsgeschichte der Maya eine besondere Rolle.

Die Bezeichnungen der Tage der Schöpfungen und Zerstörungen der Sonnenzeitalter der Azteken stehen übrigens in einem ganz klaren Bezug zu den Maya. Wir finden hier immer den Koeffizienten 4. Das gleiche bei den Maya, denn der Tag der Schöpfung heißt 4 Ajaw, also 4 König. Das zugehörige Datum ist bei den Maya 13.0.0.0.0.0 4 Ajaw. Alle kehrt alle 5125 Jahre wieder. Siehe diesbezüglicher Artikel:

Wenn wir uns nun die Schöpfungen der Maya anschauen, dann haben wir eine weitere, ganz entsccheidende Übereinstimmung mit den Azteken, und das ist die Betonung der Tatsache, dass die Menschen mit jeder Schöpfung verbessert wurden. Bei den Maya ist das ganz deutlich im Poopol Wuuj, also in ihrer „Bibel“ ausgedrückt. Der erste Versuch waren die Tiere, die aber die Götter nicht verehren konnten. Sie wurden verdammt gefressen zu werden. Der zweite Versuch waren die Lehmmenschen. Sie wurden eingestampft. Der dritte Versuch waren die Holzmenschen, welche die Götter nicht verehrten. Sie wurden durch eine Sintflut vernichtet. Die vierte Schöpfung waren die Maismenschen. Diese waren perfekt. Sie verehrten und ernährten die Götter. Die vierte Schöpfung ist bei den Maya die letzte. Denn der zivilisierte Mensch ist erschaffen. Da braucht es also keine Zerstörung und Neuerschaffung der Welt mehr. Wozu auch?

Welche Hieroglyphentexte erwähnen denn dieses angeblich unheilvolle Datum 13.0.0.0.0. 4 Ajaw 3 K´ank´in? Wenn dieses Datum so unheilsvoll wäre, dann müsste  man logischerweise annehmen, dass sie es oftmals erwähnt haben. Tatsächlich gibt es unter den tausenden von Mayainschriften mit Daten nur eine einzige Inschrift, welche das Datum 13.0.0.0.0. 4 Ajaw 3 K´ank´in erwähnt, was dem 23. Dezember 2012 entspricht, nicht dem 21.12. 2012, wie manche falsch schreiben. Im Buch Faszination 2012 haben wir 7 Kapitel darauf verwendet, um zu begründen, dass es der 23. Dezember, nicht der 21. Dezember ist!

Das Datum befindet sich in einem langen historischen Text aus Tortuguero, einer Mayastadt aus dem Bundesstaat Tabasco in Mexiko. In diesem Text sind die üblichen historischen Ereignisse im Leben der Könige beschrieben. Nichts Außergewöhnliches. In der zweiten Spalte, vierte Hieroglyphe von oben ist zum Beispiel ein König Schildkröten-Quetzal (Akul K´uk´) erwähnt. Bei den Maya war es üblich, diese historischen Daten der Mayakönige gewissermaßen zeitlich einzurahmen, also ein Datum in der Vergangenheit anzugeben, irgendeinen Gott zu erwähnen, zum Beispiel die Krönung eines Gottes, und dann auch ein Datum in der Zukunft, in diesem Fall einfach ein rundes Kalenderdatum. Wenn also das aktuelle Datum 9.12.3.0.0. war, dann hat man geschrieben, dass noch 17.0.0., also 17 Jahre vergehen werden, bis das runde Datum 9.13.0.0.0. vollendet sein wird. Oder man hat, der Laune halber angegeben, dass noch 7.17.0.0., also 7 mal 20 Jahre und 17 Jahre vergehen werden, bis das Datum 10.0.0.0.0. vollendet sein wird. Oder der Schreiber kann, wenn er Lust hat, angeben, dass noch die Zeit von 2.7.17.0.0., also 2 mal 400 plus 7 mal 20 plus 17 Jahren vergehen werden, bis 13 mal 400 Jahre vollendet sein werden, also das angebliche Untergangsdatum erreicht sein wird. So einen Fall haben wir in dieser Inschrift in Tortuguero.

Und was steht da noch Spektakuläres drin? Nichts! Ein gewisser Gott „Bolon Yokte“ wird erwähnt, dass er erscheinen soll, quasi als Zeuge. Meist wird sein Name als „Neun Schritte“ übersetzt. Dieser Gott wird gelegentlich erwähnt. Ist aber offenbar kein wichtiger Gott. Er wird gelegentlich erwähnt in Texten die sich auf die Schöpfung beziehen, also das Datum 13.0.0.0.0. 4 Ajaw 8 Kumk´u. Man könnte ihn vielleicht als eine Art Schöpfergott bezeichnen.

Das heißt, es steht nach Meinung der Maya ebenfalls kein Weltuntergang bevor!

 

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