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faszination2012

"Faszination 2012 - Das Buch zum Mayakalender"

Eine Rezensionen in AMERIINDIAN RESEARCH, Bd. 3/4 (2008), Nr. 10 beurteilt das Buch wie folgt:

“Die beiden Autoren, die schon mit "Don Eric und die Maya"(s. Rezension in AmerIndian Research Heft 1/2007, S. 53), einem ebenso unterhaltsamen wie informativen Buch über die Mayakultur, auf sich aufmerksam gemacht haben, wagen sich hier an eine überaus schwierige und häufig missverstandene Thematik heran: die detaillierte Erläuterung des Zahlensystems und der Kalenderrechnung der Maya sowie die Verankerung der Mayachronologie in "unserer" Zeitrechnung.

Zunächst wird das Strich-Punkte-Zahlensystem der Maya, das auf einem 20er-Stellenwertsystem beruht, erläutert und erklärt, wie man mit einem solchen Stellenwertsystem rechnen kann. Anschließend folgt die Erklärung der Methodik, mit welcher sich das Sonnenjahr in diesem Rechensystem darstellen lässt. Dann wird der Tzolkin, der heilige Kalender von 260 Tagen, und sein Zusammenhang bzw. sein Ineinandergreifen mit dem Sonnenjahr vorgestellt. Es werden anschaulich und mit mehreren Beispielen Aufbau und Elemente der Long-Count-Zeitrechnung in den alten Mayainschriften erläutert, so die Tageszählung und zahlreiche Angaben zu Tzolkin und Haab, die das Tageszähldatum ergänzen.

Anhand des fiktiven Codex "Tatsumi" legen die Autoren ausführlich dar, wie es den Mayapriestern möglich war, dergleichen komplizierte Kalenderberechnungen ohne technische Hilfsmittel auszuführen. Mit einem vergleichsweise einfachen Tabellenwerk, das Jens Rohark entworfen hat, wird die mögliche Herangehensweise verdeutlicht. Nach dieser ausführlichen Schilderung des Zahlensystems der Maya und ihrer Kalenderrechnung wird die Frage nach der Korrelation gestellt, der zeitlichen Beziehung des Mayakalenders zu unserer christlichen Zeitrechnung.

Vor dem Hintergrund starker Kritiken und Zweifel an der derzeit verbreiteten so genannten GMTKorrelation, leiten die Autoren den Anfangspunkt des Mayakalenders neu ab, ohne sich auf bestehende Interpretationen zu beziehen. Zunächst unterziehen sie die kolonialzeitlichen Kalenderangaben einer Prüfung und begründen, im Gegensatz zu anderen Gelehrten, deren Richtigkeit vor allem vor dem Hintergrund einer Kalenderreform, die den so genannten Katunzyklus von 20 auf 24 Jahre verlängerte.

Bemerkenswert schlüssig gelingt es, die kolonialzeitlichen Daten zu bestätigen und mit der Long-Count-Zeitrechnung der Maya zu verknüpfen. Auf diese Weise verankern sie den Anfangspunkt des Mayakalenders im Jahr 3114 v. Chr. Schwieriger zeigt sich dann schon die Fixierung des genauen Tages. Hierbei werden Venus- und Jupiterdaten sowie zwei Finsternisangaben, die sich in den Inschriften finden, auf ihre Zuverlässigkeit geprüft.

Schließlich gelingt es, den Beginn der Mayatage auf Mittag festzulegen und die Korrelationszahl 584285 zu ermitteln, was die GMT-Korrelation bestätigt. Es wird deutlich gemacht, dass nur der 13.8.3114 v. Chr. als Anfangspunkt der Mayatageszählung infrage kommen kann. Als interessante Zugabe kommt der Nachweis, dass die Mayas den Planeten Uranus gekannt und beobachtet haben müssen, da sie ihn in ihr astronomisches Weltbild eingebaut haben.

Die Autoren haben sich mit ihrem unterhaltsam, jedoch mit bemerkenswerter Sachkompetenz geschriebenen Buch an eines der schwierigsten und umstrittensten Themen der Mayaforschung herangewagt. Bleibt zu hoffen, dass das Buch bei Fachleuten und Amateurforschern die Beachtung findet, die es unbedingt verdient.”

 Auszug aus "Faszination 2012" mit Codexbezug 

 

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