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Poopol Wuuj

Tatsächlich kann man die Maya nur verstehen, einschließlich Codices, wenn man neben Mathematik, Astronomie und Kalendersystem auch ihre Mythologie und ihre Astrologie kennt. Das Poopol Wuuj ist gewissermaßen ein Schlüssel zum Verständnis der Maya.

"Das Buch des Poopol Wuuj ist ein Poem, ein wahres Gedicht, denn in verdichteter, in konzentrierter Form drückt es das kollektive Bewusstsein der Mayavölker, insbesondere der K´ichee´-Maya, aus. In reichhaltiger Symbolsprache demonstriert das Poopol Wuuj die beeindruckende Überlegenheit einer holistischen und harmonischen, mythischen Geschichtsschreibung im Gegensatz zu einer fragmentierten, widersprüchlichen Wissenschaftlichen Geschichtsschreibung." (aus dem Vorwort von Jens Rohark)

Ausgehend von der Erschaffung der Welt und den dabei beteiligten Götterfiguren werden vielerlei Schöpfungen sowie Kämpfe zwischen Helden und Dämonen bis hin zur Herausbildung der Mayazivilisation geschildert. In "Don Eric und die Maya" äußern wir uns dazu wie im kleinen Video gezeigt:

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Spielt auch der Mayakalender eine Rolle in dieser größten Überlieferung aus prähispanischer Zeit?

Selbstverstšndlich, z.B. in Kapitel 5 befragen die Götter das Orakel...

"MT (Melvin Tatsumi): Warum müssen denn die Götter das Schicksal befragen?

JR (Jens Rohark): Die Götter befragen das Schicksal, so wie die Schamanen immer das Schicksal befragen. Vor jeder wichtigen Entscheidung befragen sie das Schicksal mit den Bohnen und Maiskörnern.

MT: Aber warum haben die Götter nicht eher das Schicksal befragt?

JR: Ganz einfach, weil vorher die Heiligen Tage noch nicht existierten. In diesem Moment wird praktisch erst der Wahrsagekalender von den Göttern erfunden. Seitdem benutzen die Schamanen den gleichen Kalender von 20 Tagen. Wie Du siehst, ist Xmukane die Formerin der 20 Heiligen Tage, sie ist die Erfinderin des Heiligen Kalenders."

Später gibt's mehr zum Kalender im Poopol Wuuj.