Jens Rohark - Leben und Arbeiten im Mayaland
Kurz gesagt: Er ist fast selbst schon zum Maya geworden. Es sind nicht nur seine beachtlichen Kenntnisse der Mayakultur, -wissenschaft, -sprache usw.; er ist mittlerweile tief verbunden mit der Mythologie und Religion. Da sind seine Codexzeichnungen und Poopol Wuuj - Übersetzungen ganz selbstverständliche Beschäftigungen für ihn neben seiner Tätigkeit als Reiseleiter durch's gesamte Mayaland seit 1996.

Jens ist im Gegensatz zu mir seit seiner Kindheit Mayafan. Waren es damals vor allem die Zeichnungen von Mayamotiven, kamen nach seinen Sudien der Astronomie und der Linguistik vielseitige und umfassende Auseinandersetzungen mit den Mayawissenschaften hinzu. Dass er als "Quasi-Mexikaner" spanisch spricht, ist klar. Dass er enlisch spricht, weil er ja auch amerikanische Touristen herumführt, leuchtet auch ein. Und um das Poopol Wuuj aus der Mayasprache ins Deutsche übersetzen zu können, muss er ja wohl auch davon Ahnung haben. Dass er aber Knorosow, den "Mayacode-Knacker" im russischen Original gelesen hat, das mutet doch schon wundersam an, oder?
Jens betreibt in unabhängiger Weise seine "eigene Mayaforschung" und reiht sich damit in die Liste jener Abenteurer ein, die auf eigene Faust loszogen, um Neues zu entdecken. Es gibt sicher nicht mehr viele solche Betätigungsfelder, wo ein derartiges Vorgehen möglich ist. Als besonders wertvoll erweist sich sein unbefangener Blick auf die Dinge, seine Vielseitigkeit und das daraus resultierende interdisziplinäre Denken. Wenn ich alle Interessen von Jens aufzähle, sieht das eher unglaublich aus. Momentan arbeitet er unter anderem an einem Buch über Rohkosternährung.


